Jungmannschaft: Skitour ins Ofental

Jungmannschaft

 

Diese Tour ist allen gewidmet, die dieses Jahr am herrlichen Faschingsmontag arbeiten mussten und unterhalb der Nebeldecke von Pulver und blauem Himmel nur träumten konnten ;-)

 

Vier glückliche Feriengenießer nutzen das unverschämt gute Wetter für eine weitere Skitour im Berchtesgadener Land. Unser Ziel ist die Ofentalscharte im Hochkaltermassiv. Da wir von den Vortagen bereits einige Höhenmetern in den Beinen haben, wollen wir die Tour möglichst gemütlich und Kraftsparend gestalten. In der Tat erweist sich die Unternehmung als perfekt für etwas ausgelaugte Haxen oder für Faschingsopfer: Beim langen Ziehweg durch das Klausbachtal bis zur Wildfütterung können sich die müden Gliedmaßen schon auf den bevorstehenden Aufstieg einstellen. Dabei bieten die  rauhreifbehangenen Bäume eine anmutige Kulisse. Der üppige Schmuck ist auch der einzige Beweis für die eiskalten Temperaturen, die durch den frostigen Wind aus dem Tal als noch kälter empfunden werden. Dieser Umstand jedenfalls lässt unsere Beine lang werden und macht uns Feuer unterm Hintern (möglicher Grund für den Namen “Ofental”? Von den dort vorherrschenden Temperaturen kommt er jedenfalls nicht!).

Endlich stehen wir in den ersten Sonnenstrahlen und wundern uns über die Kraft, die diese jetzt schon haben. Jetzt geht es nur noch die letzten paar Meter hinauf auf die Scharte und wir können über den Rand schauen. Hier bestaunen wir das Wimbachgrieß unter uns und den Weitblick bis in die Granatspitzgruppe und die Zillertaler Alpen. Nach obligatorischer Fachsimpelei über die Bergnamen und ausgiebigem Sonnenbaden machen wir uns gerade auf den Heimweg, als plötzlich ein Schi Füße bekommt und sich in Richtung Ofental verabschiedet. Wir befürchten schon das Schlimmste, als der Ski hinter einer Geländekuppe verschwindet und werden dann positiv überrascht, als er ein Stück weiter unten von einem Felsen gestoppt wird und im Schnee stecken bleibt.

So wird die Abfahrt doch noch für jeden zum Genuss und uns wird alsbald wieder der Sinn eines schattig-nordseitigen Aufstiegs bewusst: Vom der Sonne unbeeinflusste Hänge haben einfach länger Pulver und stauben bei der Abfahrt besser. Da verderben einem dann auch die gelegentlichen Bremser auf steinigem Untergrund nicht das Grinsen - oder lag es vielleicht doch an den klirrend kalten Temperaturen, die uns das Lachen festgefroren hatten!

Die finale Skatingstrecke durchs Klausbachtal sorgt danach wieder für mehr Wärme und einen würdigen Abschluss diese gelungene Tour. 

 

 
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