Jungmannschaft: Skitourtage im Sellrein

Jungmannschaft

 

Obwohl der Bereicht nicht mehr ganz aktuell ist, muss die zweite Skitourunternehmung der Jungmannschaft an Ostern unbedingt erwähnt werden.

 

 

 

Um die freie zeit in den Osternferien aus zu nutzen und noch ein paar schöne Skitourtage gemeinsam zu verbringen, beschossen acht Jungmannschaftler aufzubrechen ins Sellreingebiet hinter Innsbruck und dem guten Leben zu föhnen. Unser Jugendleiter Christian Reichelt konnte kurzfristig noch eine Bleibe für uns alle organisieren und so stand dem Wochenendausflug nichts mehr im Wege.

Am Karfreitag fuhren wir zeitig in der Früh los und hatten dabei wieder den ein oder andern aus dem Bett zu holen, der vergessen hatte seinen Wecker zu stellen. Als jeder im Bus saß mit Skitouren Ausrüstung, Gletscherzeug und genug Verpflegung konnte die Fahrt beginnen. Wir kamen gut durch und so erreichten wir den Ausgangspunkt unsere ersten Unternehmung schon zeitig am Morgen. Ziel war der knapp 3300 Meter hohe Lisener Ferner Kogel. Vom Parkplatz weg bedeutete das gut 1600 Höhenmeter und da sich das Tal als Kühlschrank der Region entpupte, hatten wir es wirklich eilig, so schnell wie möglich vom Fleck zu kommen. Es war schweinskalt! Außerdem machte sich bereits eine Völkerwanderung in Richtung unseres Gipfels auf.

Nachdem die letzten 150 Höhenmeter zu Fuß zurück gelegt werden mussten, erreichten wir um die Mittagszeit den Höchsten Punkt im Sellrein. Die Aussicht war phantastisch und natürlich wurde sofort wieder über die umliegenden Spitzen gefachsimpelt. nach dem Abstieg genossen wir in der Sonne sitzend noch eine schnelle Brotzeit, bis es weiter ging auf den Nächste Gupf – die Lisener Ferner Spitze. Die einladende Abfahrt motivierte uns, die angestrengten Beine vorwärts zu bewegen und einen erneuten Aufstieg zu meistern. Der Nachmittag war inzwischen voran geschritten und so hatten wir den Mugel für uns alleine. Die Abfahrt war ein Traum in pulvrigem Weiß und beglückte auch die Nichtskifahrer unter uns mit Hochgefühlen.

Was ein echter Skitourentag ist braucht seinen ausklang in einer Wirtschaft. Also förderten wir trinkkräftig den Umsatz in der nahe gelegenen Gaststätte im Lüsener Tal.

Der Hunger schließlich veranlasste uns das Örtlichkeit zu wechseln und unsere Unterkunft aufzusuchen. Mehr als von einer Behausung konnte man in dem Fall auch nicht sprechen. Zwar, war der Eingangsbereiche und die Speisezimmer recht passabel, jedoch waren wir für die Nacht im Matratzenlager unter dem Dach einquartiert und das Ambiente hatte eher Ähnlichkeit mit der Kulisse eines schlechten grusel Films, als mit einer Schlafgelegenheit. Na ja, dafür war der Preis von 25 Euro Halbpension pro Person und Tag unschlagbar und die kostenlose warme Dusche entschädigte einiges. Auch das Essen war gut, wenngleich es etwas reichlicher hätte sein können.

Nach dem Abendessen schliefen die meisten von uns dann doch wie die Steine (Außer jenen, die in der Nacht vor Hunger aufwachten) und störten sich im Dunklen nicht mehr an der Räumlichkeit.

Am nächsten morgen räumten wir als erste was Frühstücks Busfette leer, bevor wir zu neunen Taten aufbrachen konnten.

Wieder sollte das Lüsener Tal unser Ausgangspunkt sein. Diesmal aber in ein benachbartes Tal hinein und auf den Längentaler Weißerkogel, mit 3217 . Obwohl es nur 1500 Höhenmeter waren, zog sich die Tour den ganzen Tag, da wir ewig auf dem flachen Gletscher dahin gingen. Immerhin bekamen wir von den Lokals ein Lob über unsere „Starken Damen“. Die Abfahrt war dafür recht gemütlich. Frei nach dem Motto: “drauf stellen und laufen lassen“ ging’s immer leicht bergab. Zwei von uns, die es an dem Tag sportlicher haben wollten, entschieden sich von Anfang an für den Seeblskogel und die Schöntal Spitze und rissen damit wieder einige Höhenmeter runter.

Bei alle dem, hatte es den Anschein, dass sich das Wetter ändern sollt und es fraglich war, ob der nächste Tag noch genau so schön werden würde. In der Diskussion über Heim Fahren oder noch da bleiben, hatte unser Ausflug den Tiefpunkt der Reise erreicht und kostet unseren Organisator einige nerven. Ein paar Bier weiter und einige Tee später beschlossen wir zu beleiben und dem folgenden Tag eine Change zu geben. Der Abend wurde noch recht ausgelassen und fröhlich in Gesprächen mit den anderen Gästen der Pension und Unterhaltung mit dem ansässigen Jäger/Wirt und Herrn des Hauses.

Tags Drauf stellet sich der Beschluss als richtige Entscheidung heraus, denn das Wetter hatte uns erneut den schönsten Sonneschein beschert. Die Tour sollt aber trotzdem schnell zu machen sein, da für Mittag Eintrübung angesagt war. Wir peilten den 3004 Meter hohen Zischgeles an. Der Berg war ein beliebtes Ziel in der Region, weshalb wir auch hier ein reger Andrang herrschte. Schnell machten wir Höhenmeter und erreichten den Gipfel noch am späten Vormittag.

Pünktlich zur Mittagszeit waren wir am Auto zurück uns stärkten uns noch in der nahen Gastwirtschaft, bevor es heim ging.

 
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